Nicole Johänntgen: HENRY

New Orleans Sound
Wann: Freitag, 15. Mai
19:30 Uhr
Wo: Alte Synagoge


„Henry“ groovt und rumpelt, pustet und schmettert vom New-Orleans-Jazz inspiriert. „Henry“ kommt mit Schmiss, aber auch Subtilität daher. „Henry“ taumelt zwischen Melancholie und Lebensfreude. Seit 22 Jahren steht die saarländische Saxophonistin Nicole Johänntgen auf der Bühne und spielt den Jazz mit Herzblut. Sie lebt in Zürich, wo sie erst kürzlich das Atelier-Stipendium der Stadt gewann und ein halbes Jahr in New York verbrachte. Dort komponierte sie Musikstücke, die sie in New Orleans in der Besetzung Sousaphon, Posaune, Schlagzeug und Saxophon aufgenommen hat.

Der fulminante und legendäre „Second Line“-Schlagzeug-Groove von New Orleans trifft auf das pumpende Sousaphon, das den Bassbereich bedient und den harmonischen Boden legt für feurige Improvisationen zwischen Posaune und Saxophon.

Nicole Johänntgen hat ihre Mitmusiker, die allesamt in New Orleans leben, über gemeinsame Bekannte kennengelernt. Zum Zusammenspiel mit dem Sousaphon inspirierte der amerikanische Saxophonist Arthur Blythe, der in den Neunzigerjahren mit Tuba, Conga und Cello auf sich aufmerksam machte.

Eine weitere Inspirationsquelle findet sich in der Familie. Nicole Johänntgens Vater Heinrich „Henry“ Johänntgen spielte zu ihren Schulzeiten in den frühen Morgenstunden die Posaune als Weckruf, dass es Zeit ist aufzustehen. „Henry“ ist eine Hommage an ihre Familie.

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